Konzept, Entwicklung und auf der Bühne: Thomas Beck, Dorit Ehlers, Arthur Zgubic; Trickfilm-Animationen: Markus Raab; Bühne: Alois Elmauer, Arthur Zgubic; Lichtdesign: Heide Tömpe; Kostüm: Hilde Böhm
Dank an: Jonas Geise, Technikteam Mozarteum, Barbara Desch & Robert Kalasek

Die Komik ernsthaft unter die Lupe zu nehmen, ist ein nahezu akademisches Unterfangen – kaum zu überbieten an Heterogenität, nicht auf einen Nenner zu bringen und doch mit ganz eigenem Charakter, hier verschmäht und für minderwertig erklärt, dort sich das Feld der hohen Kunst erobernd und zum ‚Instinkt der Vernunft“ erklärt, von der Philosophin Agnes Heller.

Das Team von ohnetitel hat sich auf die Spur der Komik im Spiegel der Zeit begeben, mit besonderem Augenmerk auf die Pionierleistungen der filmischen Anfänge im Übergang zum zwanzigsten Jahrhundert: eine Sternstunde im Lachlabor. Mit dem neuen Medium entsteht eine Spielwiese für Witz, Anarchie, vorder- und hintergründigen Humor – Dada vor Dadaismus. Surreal vor Surrealismus. Von der ersten Trickfilmfigur aus der Zeichenfeder bis zu den legendären Slapstick-Stars des Stummfilms.

Eine Zeitreise, die uns in den Radius der sogenannten »Goldenen Zwanziger« führt, im letzten Jahr noch von vielen als wiederkehrende Epoche heraufbeschworen. Allerdings ohne das Bewusstsein für die fatalen Begleiterscheinungen, die damals in die befreienden neuen Lebensformen hineinführten – und damit direkt ins Lachen der systemsprengenden Anarchie und einer extravaganten Avantgarde.

Nun haben wir also den Schlamassel. Was bleibt uns anderes als der Blick zu den Göttern ...? Wir folgen unseren komischen Vorbildern der Leinwand auf ebendiese und nehmen es mit Humor. Der Rest ist wohl: unauslöschliches Gelächter ...

Premiere: Do 05.11., 20:00
weitere Termine: Fr 06.11., 20:00; Sa 07.11., 17:00 & 20:00, So 08.11., 17:00

Wo: SZENE Salzburg, Anton Neumayr-Platz 2, 5020 Salzburg

Gefördert von:
BKA Kunst, Kulturabteilung Stadt Salzburg, Kulturabteilung Land Salzburg, Kulturstiftung Liechtenstein

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